wilfer & wilfer Neujahrskonzert 2019

 

Donnerstag, 3. Jänner 2019 um 19:00 Uhr

in der Burg Mauterndorf

 

Rudi Wilfer piano
Felix Wilfer violin
Vlado Blum guitar
Dietmar Kastowsky bass
Michael Keul drums


In Mauterndorf findet zum wiederholten Male das seit
Jahren etablierte Neujahrskonzert der österreichischen
Jazz-Legende Rudi Wilfer gemeinsam mit dem Geiger Felix
Wilfer statt.
Dieses Mal werden die beiden von Vlado Blum an der Gitarre, Dietmar Kastowsky am Kontrabass und am Schlagzeug Michael Keul  begleitet.

Kartenvorverkauf bei:
Lungauer Kulturvereinigung LKV, die künstlerei / Tamsweg
Büchergewölbe Pfeifenberger Tamsweg

 

„Over the Rainbow“ – Rudi Wilfer

cd„Over the Rainbow“ – Rudi Wilfer
(Gramola 99166)


Vor anderthalb Jahren veröffentlichte Österreichs Jazz-Legende Rudi Wilfer
sein Soloalbum „Somewhere“ mit Eigenem und bekannten Standards und kreierte damit ein faszinierendes Manifest musikalischer Entschleunigung und einer aus dem Langsamen schöpfenden Spiritualität. Jetzt hat der mittlerweile 82 Jahre junge Klangmagier seine meditative Traumreise in seinem neuen Album
„Over the Rainbow“ fortgesetzt und in acht neuen alten Titeln seinem Vorbild
Bill Evans gehuldigt, von dem er vor fast vierzig Jahren in New York sogar eine „Privatstunde“ erhielt. Zwei Titel von Evans bilden den lyrischen Kern dieser neuen Lehrstunde in musikalischer Bedächtigkeit und werden eingerahmt von sechs weiteren klassischen Songs, die auch Evans gerne spielte. Und auch diesmal gelingt es Wilfer auf wundersame, höchst suggestive Weise, sich ganz langsam, Schritt für Schritt, in die tiefsten Seelenregionen dieser alten Charaktere hineinzutasten, und deren humanen, sanft pulsierender Kern mit Zärtlichkeit, Respekt und immenser Weisheit neu auszuleuchten: Wie er es dabei schafft, durch ständige Denk- und Atempausen die metrische Zeit aufzuheben und zugleich einen klar getakteten rhythmischen Fluss, der groovt und swingt, zu etablieren, bleibt sein Geheimnis und verleiht dem im schönsten, warmen Steinway-Sound glänzenden Album auratische Schönheit und enigmatischen Zauber.“

Attila Csampai

 

 

„Somewhere“ – Rudi Wilfer

cd„Somewhere“ – Rudi Wilfer
(Gramola, 1. Auflage 2016)
(…)
„Diese in Salzburg produzierte CD ist eine Sensation, das schönste, suggestivste Solo-Album seit Langem und eine Lehrstunde in musikalischer Entschleunigung. Wilfer kreiert da in vier eigenen Stücken und vier bekannten Standards Slow Food vom Feinsten, eine meditative Traumreise in die intimsten Bezirke seiner Seele und das „Destillat aus acht Jahrzehnten wachen musikalischen Lebens“, wie Labelchef Richard Winter im Booklet schwärmt. Es ist die Rückkehr zur Simplizität und Schönheit des Wahrhaftigen, ein achtteiliges Adagio behutsam ertasteter zärtlichster Klangrede, die trotz der aufgehobenen Zeit sogartige Spannungsbögen zieht und den Zuhörer auratisch gefangen nimmt. Fünf Neumann-Mikrofone übertragen Wilfers Magie auch ins heimische Wohnzimmer.“

Attila Csampai
in Crescendo – das Magazin
für klassische Musik und Lebensart,
Februar-März 2017

 

 

 

 

wilfer & wilfer

In einer Zeit, der die Melodie abhanden gekommen ist, 
spielt "WILFER & WILFER" Musik, die sich nicht einordnen lässt. Es ist nicht nötig Musik mit einem Etikett zu versehen. Es genügt sich der Musik anzuvertrauen, sich von ihr ansprechen und im Innersten berühren zu lassen.
Rudi Wilfer und Felix Wilfer - zwei Generationen.
Nützen Sie die Gelegenheit, hören Sie zu!
 
 

 

Das Zusammenspiel im Duo ist ein besonders intimes Musizieren, verlangt dieses Format doch den Musikern das Äußerste ab. Zwiegespräche dieser Art haben in der Jazzgeschichte jedenfalls eine lange und besondere Tradition, von Louis Armstrong / Earl Hines über Lee Konitz / Billy Bauer bis zu Gary Burton / Chick Corea.

Die beiden Wilfer, Vater Rudi und Sohn Felix, knüpfen im weitesten Sinn an diese Tradition an, in dem sie spannende Dialoge führen und atemberaubende schöne „Geschichten erzählen“.

Ob die fantasievollen Improvisationen über unterschiedlichste Harmoniefolgen oder Kompositionen von Miles Davis, Steve Swallow, Michel Legrand oder Sergej Rachmaninov neben einigen „Originals“ der beiden Protagonisten („Tropfsteine“ oder Walzer Hellbrunn“ von Rudi Wilfer) („ Dave“, „For Monk“ oder „Misty Vision“ von Felix Wilfer) tatsächlich als Jazz im herkömmlichen Sinn zu bezeichnen sind, ist anzuzweifeln.

Doch Etikettierungen in der Kunst sind ohnedies fragwürdig und überflüssig.

Eindeutig vermitteln die beiden Wilfer auf höchst sensible und geschmackvolle Art die unterschiedlichsten Möglichkeiten von Strukturen und Dynamik, schwelgen zuweilen in Wohlklang, wobei Wilfer Senior, ein Jazzmusiker, dem seit einem halben Jahrhundert in der Musik zwischen Oscar Peterson, J. S. Bach oder Joe Zawinul nichts fremd ist, zuweilen mit der sanften Eindringlichkeit eines „Herzschlages“ den romantischen Überschwang und die Melodiebögen seines Sohnes Felix eine Basis gibt.

Insgesamt eine experimentierfreudige Reise in eine Klangwelt zwischen Lyrik und mitreißendem Swing.

 

 

Klaus Schulz